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Aber bei Teenagern stellte man fest, dass die überhaupt nichts mehr glaubten, was in Zeitungen stand oder im Fernsehen kam. Sympathischer wurden die Verlage auch nicht, als sie anfingen, kleine Blogs mit ein paar Anzeigen wegen des Leistungsschutzrechtes abzumahnen. Damals gründete dann der Udo Vetter auch seine Initiative zur Sicherung der Publikation im Internet.

Politikökonomen müssen schon immer – mehr oder weniger deutlich – gesehen haben, dass die Mehrung des Reichtums Grenzen hat: dass am Ende dessen, was sie einen fortschrittlichen Zustand nennen, der stationäre Zustand liegt, und dass aller Fortschritt in der Mehrung des Reichtums nur einen Aufschub des letzteren bedeutet.“ Im „stationären Zustand“ würde die Entwicklung vorangetrieben wie bisher, „nur mit dem Unterschiede, dass die industriellen Verbesserungen – anstatt nur der Vermehrung des Vermögens zu dienen – ihre ursprüngliche Wirkung hervorbrächten, nämlich die Arbeit zu verkürzen.

Ich sehe die Proteste gegen Acta deshalb als Ausdruck einer grossen Krise der parlamentarisch-repräsentativen Demokratien. Viele fühlen sich von den Politikern weder verstanden noch vertreten. Sie sehen das politische System in der Hand von Lobbyisten und Interessenvertretern. Das hat zu einer grossen Unzufriedenheit geführt, die sich etwa darin zeigt, dass alle Parteien Mitglieder verlieren. Viele Wähler denken heute, es mache keinen Unterschied mehr, ob sie SP, CVP oder FDP wählen, weil unter den vorhandenen ökonomischen Sachzwängen ohnehin alle gleich handeln.

Der Grund warum ACTA polarisiert, ist wohl der, dass eine wachsende Öffentlichkeit die fortschreitende Verschärfung des Rechts des geistigen Eigentums als Bedrohung empfindet und gerade erstmals auf Umstände aufmerksam wird, die es z.T. schon seit längerer Zeit gibt.